Fruehling erwacht
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Ich wurde am 31.12.`90 in Basel geboren.
Ich hatte als Baby schon viele Allergien und kränkelte häufiger. Es gibt Bilder von mir mit totaler Neurodermitis und Ausschlag.
Ich habe immer gut geschlafen und war alles in allem recht pflegeleicht. Als ich eineinhalb Jahre alt war, hat mein Papa im Garten mit dem Presslufthammer rumhantiert und ich hab in der Zeit seelenruhig geschlafen.
Ich war sehr faul und habe erst mit 19 Monaten laufen gelernt.

So mit ca. 4 Jahren hat unser Hausarzt gesagt, ich hätte einen Wortschatz wie eine 6 Jährige, da meine Eltern mit uns immer richtig geredet haben, nie Babysprache! Ich bin auch mit 3 in den Kindergarten gekommen. Meine Schwester Sara, die 2 Jahre älter ist als ich, erzählte mir mal, sie hätte mich am ersten Tag irgendwie zum weinen gebracht.
Sie hätte sich geniert, weil ich den Kindergarten toll fand und gar nicht geweint hab.
Als wir im Sommer in Frankreich waren, bemerkten meine Eltern, dass ich auffällig atmete. Sie gingen daraufhin in ein Reisebüro. Die haben dann den Arzt gerufen, und der hat Asthma festgestellt.
Ich hatte dann in den folgenden Jahren dauernd Quark und Kartoffel-Wickel um die Brust, an die ich mich noch gut erinnern kann.
Ich hasste die Quark-Wickel, da sie so kalt waren.

Auch fiel meinen Eltern auf, dass ich Geräusche nicht zuordnen konnte. Wenn ich gerufen hab "Papa" und er gerufen hat "Hier" wusste ich nicht, wo das herkam. Wir haben dann recht viele Tests gemacht, meine Mutter hat mir zum Beispiel immer abwechselnd in die Ohren geflüstert, aber ich hab sie nur rechts gehört.
Dann sind wir in ein Krankenhaus gefahren, und die haben dann festgestellt, dass ich nur mit einem Ohr höre.
Mit ungefähr 5 Jahren konnte ich lesen.
In dieser Zeit war ich im Kindergarten wohl recht anstrengend und hatte öfters Ärger. Ich kann mich erinnern, dass ein Kind, meine Schwester und ich am Tisch gebastelt haben und ich hab mit der Schere so getan, als würde ich dem anderen Kind die Nase abschneiden. War also mit der Schere kurz vor der Nase.
Die Erzieherin meinte, ich soll das bleibenlassen und ich "Nase abschneiden macht aber Spaß", da musste ich zur Leiterin.
Aber alle sagten, ich wäre ein Sonnenschein, hab immer gelacht und die Leute gegrüßt, einfach perfekt.
Meine Schwester und ich haben uns super verstanden als Kinder. Wir hatten getrennte Zimmer und es war immer ein Highlight, wenn wir zusammen schlafen durften. Wir erfanden uns eine eigene Welt, in der ich Sahra Christin und meine Schwester Christiane-Laura hieß. Wir liebten diese Gespräche gleichermaßen, und führten sie über Jahre.
Die gesamte Kindergarten- Grundschulzeit war ich eher Einzelgänger.
Nicht, weil niemand mit mir spielen wollte, sondern weil ich lieber allein war.
Ich konnte mit anderen Kindern nie wirklich was anfangen. Es war okay, wenn mal ein Kind mittags zum spielen kam, aber ich hab mich nicht um es gekümmert.
Es "war halt da".
Ich bin auch nur allein unterwegs gewesen, im Schwimmbad oder so. Ich dachte, dass es doch viel besser sei, allein ins Schwimbad zu gehen. Dadurch musste ich mich nicht nach anderen richten, und konnte immer genau das tun, wozu ich Lust hatte. Wollte ich rutschen, rutschte ich. Wollte ich springen wollte, bin ich gesprungen und wenn ich ins Warme Becken wollte, bin ich halt da reingegangen. Ich fand die Vorstellung doof, dass ich zum Beispiel rutschen will, und das andere Kind wollte springen. Ich fand es ganz einfach unpraktisch für mich.
Geändert hat sich das so Anfang der Pubertät, wo ich begann, mich alleine zunehmend zu langweilen. Ab da habe ich mehr mit anderen gemeinsam unternommen. Doch allein war ich immer gern.

Als ich älter wurde, begann ich damit, die Geschichten von Sara und mir aufzuschreiben. Irgendwann wurde Sara zu alt und hatte auf das Spiel keine Lust mehr.
Dem trauerte ich schon sehr nach.
Ich erinnere mich noch, dass wir an ihrem Geburtstag auch irgendwas gespielt haben, und ich war ein fetter, kleiner Junge, den alle gehasst haben. Am Ende hab ich geheult.
Aber ich war schon immer dicker als Sara, dass ist mir schon als 4 oder 5 jährige aufgefallen und ich hab mich dafür geschämt. Auch von den anderen Kindern wurde mir prophezeit, meine Kinder würden später auch fett werden.
Nebenbei, ich war etwas kräftiger, aber als Kind nie fett!! Leichtes übergewicht entwickelte sich erst so in der 4. Klasse.

Ich hatte als Kind - so im Kindergartenalter - einen Teddy.
Der war normal, und ich hatte auch nichts gegen den - doch eines Tages fing der an, dicker zu werden!
Das war so ein ein ganz platter Teddy, und steif, aber der wurde dicker!
Am Bauch.
In dieser Zeit war Sara mal sauer auf mich und hat mir meine Kuscheltiere geklaut, und ich dachte, die hätte der Teddy gefressen.
Ja - große Panik für ein kleines Mädchen.
Als wir mal nach irgendwohin mit dem Zug gefahren sind habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und den Teddy ausgesetzt.
Hab dann meinen Eltern das große Drama vorgespielt, obwohl ich einfach nur glücklich war, dieses Vieh loszusein.
Ich hab dann zu Weihnachten einen wunderschönen neuen Teddy bekommen, den ich bis heute liebe.

In der Schulzeit war ich kein Außenseiter und hatte so normale Freundschaften. Allerdings hab ich immer vergessen, Hausaufgaben zu machen. Teilweise hab ich mich auf dem Schulweg auf die Straße gesetzt und hab von der Magdalena, schon damals meine Freundin, die Hausaufgaben abzuschreiben.
Sie ist dann fast ausgerastet, so als kleines Grundschulkind.
Ihre Mutter war sehr streng und Magdalena wurde von ihr auch mit dem Kochlöffel geschlagen.
Mein absolutes Horrorerlebnis:
Wir saßen an den Hausaufgaben - Mathe. Sie hat was nicht verstanden und ich versuchte, es ihr zu erklären, aber sie weinte und ging zu ihrer Mutter. Die erklärte es ihr dann so, wie ich zuvor auch.
Meine Freundin war an dem Tag unglaublich fertig und ist dann heulend ins Wohnzimmer gegangen.
Und ihre Mutter ist dann mit dem Kochlöffel hinter ihr her und hat 7 Mal zugeschlagen. Das werd ich nie vergessen, es war so schrecklich!
Oder ich hab mal bei ihr übernachtet und die Mutter war wegen irgendwas sauer auf sie und ihren Bruder.
Dann hat sie beide geschlagen und ich hab mich dann hinterm Haus versteckt und geweint. Magdalena und ihr Bruder haben mich dann sogar noch getröstet und meinten, dass hätte gar nicht wehgetan.

So in der 2. Klasse hab auch wieder angefangen, nachts einzunässen.
Dann hatte ich wieder meine Neurodermitis und meine Eltern waren ziemlich ratlos und haben mich vom Hausarzt über eine Frau namens "Frau Rösslin" zum Psychologen geschleppt, geholfen hat nichts.
Diese Frau Rösslin haben meine Sis und ich gleich in Frau Rüssel umgetauft. Ich hab sie gar nicht gemocht, und diese Übungen gehasst!
Einmal war Sara mit dabei und da wir uns beide langweilten, beglückten wir zahlreiche Mieter mit Klingelstreichen.
Da mussten wir rein.
Dann wollten wir aufs Klo und absperren, aber die hat die Tür irgendwie von außen aufgemacht - da haben wir uns extrem drüber aufgeregt! Ich hab ihr dann mit meiner Sis zusammen unter den Teppich gepinkelt, als diese mit meiner Mutter gesprochen hat.
Das war der letzte Besuch
9.4.11 16:29
 
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